DIFFERENZDRUCKSENSOREN
Präzise Differenzdruckmessung für Luft, neutrale Gase und HVAC-Anwendungen
DIFFERENZDRUCKSENSOREN sind elektronische Messgeräte, die die Druckdifferenz zwischen zwei separaten Messpunkten erfassen. Sie ermöglichen die Überwachung von Filterverschmutzung, Kanaldruck, Ventilatorleistung, Luftvolumenstrom und Raumdruckdifferenz.
Dank analoger oder digitaler Ausgangsoptionen können sie an Gebäudeautomationssysteme, SPS-Systeme und Schalttafeln angeschlossen werden. Einstellbare Messbereiche, Nullpunktkalibrierung und Displayoptionen ermöglichen den Einsatz in Reinräumen, Klimageräten, Laboren und industriellen Lüftungsanwendungen.
Niederdruckmessung
Ermöglicht die präzise Überwachung kleiner Druckdifferenzen im Pascal-Bereich.
Überwachung der Filterverschmutzung
Hilft durch Messung der Druckdifferenz vor und nach dem Filter, den Wartungsbedarf zu bestimmen.
Automatisierungsausgänge
Kann über 0–10 V, 4–20 mA oder digitale Kommunikationsoptionen an Automatisierungssysteme angeschlossen werden.
Positiver und negativer Druck
In Räumen und Kanalsystemen ist eine bidirektionale Differenzdruckmessung möglich.
Was sind Differenzdrucksensoren?
Ein Differenzdrucksensor misst die Druckdifferenz zwischen zwei Anschlusspunkten, die als Hochdruck- und Niederdruckseite definiert sind. Die gemessene Differenz kann in ein elektronisches Signal umgewandelt, auf dem Display angezeigt oder an ein Automatisierungssystem übertragen werden.
In HVAC-Anwendungen kann der Hochdruckanschluss des Sensors vor dem Filter und der Niederdruckanschluss hinter dem Filter angeschlossen werden. Mit zunehmender Filterverschmutzung steigt der Druckverlust, und der Sensor überträgt diese Veränderung an das Regelsystem.
In Reinraum- und Laboranwendungen kann die Druckdifferenz zwischen zwei Bereichen überwacht werden, um positive oder negative Druckbedingungen aufrechtzuerhalten.
Wie Differenzdrucksensoren funktionieren
Druckpunkte werden verbunden
Hoch- und Niederdruckpunkte werden mit geeigneten Druckschläuchen an den Sensor angeschlossen.
Druckdifferenz wird erfasst
Das Messelement im Sensor reagiert auf die Druckdifferenz zwischen den beiden Anschlüssen.
In ein Signal umgewandelt
Die gemessene Druckdifferenz wird in ein analoges oder digitales Ausgangssignal umgewandelt.
System wird überwacht
Messinformationen werden über Display, Gebäudeautomation, SPS oder Schalttafel überwacht.
Arten von Differenzdrucksensoren
Überträgt die gemessene Druckdifferenz kontinuierlich als analoges oder digitales Signal an das Automatisierungssystem.
Gibt beim Erreichen des eingestellten Druckwerts einen potentialfreien Kontakt aus und ermöglicht Alarm- oder Regelfunktionen.
Ermöglicht das direkte Ablesen und die lokale Kontrolle des Messwerts am Gerät.
Kann positive und negative Druckdifferenzen innerhalb desselben Messbereichs überwachen.
Berechnet den Luftvolumenstrom anhand der Druckdifferenz an einem Pitotrohr, einer Messstation oder einer Blende.
Kann zur Überwachung von Raumdruck, Alarmgrenzen und Türstatus eingesetzt werden.
Allgemeine technische Eigenschaften
| Technischer Parameter | Optionen | Beschreibung |
|---|---|---|
| Messbereich | Je nach Modell niedrige und hohe Pa-Bereiche | Sollte entsprechend der Filter-, Kanal-, Raum- oder Volumenstromanwendung gewählt werden. |
| Messrichtung | Unidirektional oder bidirektional | Positive, negative oder bidirektionale Druckdifferenzen können gemessen werden. |
| Analogausgang | 0–10 V, 2–10 V oder 4–20 mA | Ermöglicht die Verbindung mit Gebäudeautomations- und SPS-Systemen. |
| Digitale Kommunikation | Je nach Modell Modbus oder BACnet | Ermöglicht Datenübertragung in adressierbaren Automatisierungssystemen. |
| Relaisausgang | Optionaler potentialfreier Kontakt | Kann für Filteralarm, Ventilatorregelung oder Druckalarm verwendet werden. |
| Display | Mit oder ohne Display | Kann entsprechend den Anforderungen an die lokale Überwachung gewählt werden. |
| Druckeinheiten | Pa, kPa, mbar, mmWS oder inWC | Je nach Gerätemodell können unterschiedliche Einheiten gewählt werden. |
| Nullpunktabgleich | Manuell oder automatisch | Hilft, die Nullpunktdrift bei Langzeitmessungen zu reduzieren. |
| Versorgungsspannung | 24 V AC/DC oder modellabhängige weitere Optionen | Sollte mit der Versorgung der Schalttafel und der Automatisierung kompatibel sein. |
| Medium | Luft und kompatible neutrale Gase | Die Produkteignung muss bei korrosiven, brennbaren oder stark feuchten Gasen überprüft werden. |
| Druckanschluss | Schlauchanschlussnippel oder Gewindeanschluss | Es sollte ein dichtes, knickfestes Druckrohr mit geeignetem Durchmesser verwendet werden. |
| Schutzart | Abhängig von Modell und Gehäuseausführung | Sollte entsprechend den Staub- und Feuchtebedingungen am Montageort ausgewählt werden. |
Messbereich, Genauigkeit, maximaler Betriebsdruck und Ausgangssignale variieren je nach gewähltem Sensormodell. Die endgültige Produktauswahl sollte anhand des technischen Datenblatts des Herstellers bestätigt werden.
Wichtige Messanwendungen
Überwacht den Verschmutzungszustand von Filtern in Klimageräten, Entstaubungssystemen und Prozessen.
Ermöglicht die Überwachung des Kanaldrucks in Ventilatorregelungen und Systemen mit variablem Luftvolumenstrom.
Überwacht die Druckkaskade in Reinräumen, Laboren und Isolierzimmern.
Kann anhand der Druckdifferenz bestimmen, ob ein Ventilator läuft oder ein Luftstrom vorhanden ist.
Mit der Druckdifferenz an einem Pitotrohr oder einer Volumenstrom-Messstation kann der Volumenstrom berechnet werden.
Unterstützt bei geeigneten Sensoren und Prozessbedingungen die Überwachung von Druckniveaus in Abluftsystemen.
Einsatzbereiche von Differenzdrucksensoren
Vorteile von Differenzdrucksensoren
Montage- und Anschlussempfehlungen
Auswahlkriterien für Differenzdrucksensoren
Hinweis zu Messung und Anwendung
Ein für die Anwendung unnötig hoch gewählter Messbereich kann die Auflösung und Messgenauigkeit bei niedrigen Drücken reduzieren. Der Sensor sollte so ausgewählt werden, dass der normale Betriebswert in einem geeigneten Bereich des Messbereichs liegt.
Bei der Überwachung der Filterverschmutzung sollten der Anfangsdruckverlust eines sauberen Filters, der empfohlene Enddruckverlust und die Ventilatorbetriebsbedingungen gemeinsam bewertet werden. Der Alarmwert sollte nicht allein anhand des Sensorbereichs bestimmt werden.
Hinweise zur Klassifizierung der Luftreinheit in Reinräumen finden Sie in der offiziellen ISO-14644-1-Norm für Reinräume.
Die Messgenauigkeit hängt von Sensorkalibrierung, Einbaulage, Dichtheit der Druckschläuche, Temperaturänderungen, Kondensation, Vibration und der Position der Druckentnahmestellen ab.
Technische Unterstützung bei der Auswahl von Differenzdrucksensoren
Die Sensorauswahl sollte anhand von Messbereich, Anwendungstyp, Genauigkeit, Ausgangssignal, Versorgungsspannung und Automatisierungsinfrastruktur erfolgen.
Sie erhalten technische Unterstützung bei der Auswahl geeigneter Differenzdrucksensoren und Zubehörteile für Filterüberwachung, Kanaldruck, Reinraumdruck, Ventilatorregelung und Luftvolumenstrommessung.
