Hartes und weiches Wasser: Lösungen zur Wasserenthärtung
Anlagen zur Wasserenthärtung sind Ionenaustauscher, die dem Wasser die Härte entziehen. Das System tauscht Calcium- und Magnesiumionen gegen die auf dem Harz gebundenen Natriumionen.
Ist die Harzkapazität erschöpft, erfolgt die Regeneration mit Sole. Dadurch geht die Anlage zurück in Betrieb und der Zyklus läuft ohne Unterbrechung weiter.
Diese Anlagen kommen im Wohnbereich ebenso wie in der Industrie zum Einsatz. Zudem erhalten sie den Wärmeübergang in Kesseln, Wärmetauschern und Kühlkreisläufen. Folglich sinken Energieverbrauch und Wartungskosten.

Härteanalyse
Die Rohwasserhärte wird gemessen. Anschließend richtet sich die Anlagenkapazität nach dem Tagesverbrauch.
Kationenharz
Das Harzbett bindet Ca- und Mg-Ionen. Dadurch verlässt das Wasser die Anlage härtefrei.
Salz und Regeneration
Die NaCl-Lösung aus dem Solebehälter lädt das Harz wieder auf. Zudem geht das Spülwasser in den Abfluss.
Automatisches Steuerventil
Die Regeneration startet mengen- oder zeitgesteuert. Deshalb ist kein Eingriff des Bedieners nötig.
Vor der Wasserenthärtung: Wie wird die Härte gemessen?
Für die richtige Anlagenauswahl muss die Rohwasserhärte bekannt sein. Die Härte wird in mehreren Einheiten angegeben. Deshalb sollte man beim Vergleich stets auf die Einheit achten.
In der Türkei die gebräuchlichste Einheit. Ein °fH entspricht etwa 10 mg/l CaCO₃.
Findet sich auf Geräten europäischer Herkunft. Ein °dH entspricht rund 1,78 °fH.
Wird in Laborberichten verwendet. Sie eignet sich gut für internationale Vergleiche.
Bis 6 °fH gilt als weich, 6-12 °fH als mittelhart, 12-18 °fH als hart und über 18 °fH als sehr hart.
Was sind hartes und weiches Wasser?
Hartes Wasser enthält eine hohe Konzentration an gelöstem Calcium und Magnesium. Reines Wasser ist von Natur aus weich. Beim Durchfluss durch Gestein wie Kalkstein nimmt es diese Mineralien jedoch auf.
Die Ca- und Mg-Ionen im Wasser sind die eigentliche Ursache für Kalk. Unter Wärme fallen sie aus und hinterlassen eine feste Schicht auf der Oberfläche. Deshalb ist die Enthärtung für die Lebensdauer der Anlage wichtig.
Wie funktioniert die Wasserenthärtung?
Die Enthärtung erfolgt in Anlagen mit einem Kationenharz. Beim Durchströmen des Harzbetts findet der Ionenaustausch statt. Das Natrium am Harz tauscht dabei den Platz mit Calcium und Magnesium im Wasser.
Mit der Zeit ist das Natrium am Harz aufgebraucht. An diesem Punkt regeneriert die Anlage mit einer Salzlösung (NaCl). Dadurch gewinnt das Harz seine Kapazität zurück und der Zyklus beginnt erneut.
Während der Regeneration darf kein Rohwasser an den Ausgang gelangen. Deshalb bevorzugen durchlaufende Betriebe eine Doppelanlage. Auf diese Weise arbeitet ein Behälter weiter, während der andere regeneriert.
Auswirkungen von hartem Wasser auf Anlagen
Hartes Wasser hinterlässt auf jeder erwärmten Fläche Kalk. Diese Schicht verengt den Rohrquerschnitt und mindert den Durchfluss. Zudem stört sie den Wärmeübergang in Kesseln und Wärmetauschern.
Sinkt der Wärmeübergang, benötigt die Anlage für dasselbe Ergebnis mehr Energie. Folglich steigen Brennstoff- und Stromverbrauch. Darüber hinaus verschleißen Heizstäbe und Wärmetauscherrohre schneller.
Gemeinsam mit Seife bildet hartes Wasser einen dünnen Film auf Oberflächen. Deshalb bleiben Flecken zurück und der Reinigungsmittelverbrauch steigt. Gesundheitlich hat die Weltgesundheitsorganisation in ihren Trinkwasserleitlinien keinen gesundheitsbasierten Grenzwert für Härte festgelegt. Enthärtet wird vor allem wegen Anlagenlebensdauer und Energieeffizienz.
Mengengesteuerte Wasserenthärtungsanlagen
Mengengesteuerte Anlagen zählen das behandelte Volumen und entscheiden selbst über die Regeneration. Die Kapazität ergibt sich aus Rohwasserhärte und Harzmenge. Dadurch wird nur so viel Salz verbraucht wie nötig.
Zeitgesteuerte Modelle regenerieren dagegen zu einer festgelegten Uhrzeit. Bei unregelmäßigem Verbrauch führt dieses Verfahren jedoch zu Salzverlusten. Deshalb wählen Betriebe mit schwankender Entnahme die mengengesteuerte Variante.
Welche Schäden verursacht hartes, kalkhaltiges Wasser?
- Geräte, die mit hartem Wasser betrieben werden, haben eine kürzere Lebensdauer.
- Heizstäbe verkalken und verlieren an Wirkungsgrad.
- Der Wärmeübergang ist erschwert, daher heizen Geräte langsamer und Energie geht verloren.
- Auf allen berührten Oberflächen bleiben Kalkflecken zurück.
- Hartes Wasser schäumt schlecht, deshalb steigt der Seifen- und Waschmittelverbrauch.
- In gewaschenen Textilien lagern sich Mineralien ab und der Stoff wirkt stumpf.
- Seifenrückstände und Filmschicht erschweren die Reinigung von Oberflächen.
- In PVC- und Metallrohren setzt sich Kalk ab und behindert den Durchfluss.
- Duschköpfe, Perlatoren und Ventile verstopfen.
- Solarkollektoren und Speicher verlieren an Leistung.
Mit über zehn Jahren Erfahrung planen wir Anlagen für hartes und weiches Wasser mit einem Fachteam, das die technische Entwicklung genau verfolgt. An jedem Standort führen wir eine Härteanalyse durch und installieren anschließend die passende Lösung für die geforderte Kapazität.
Wasserenthärtung: Informationen anfordern
Wenn Sie Informationen zu Anlagen für hartes und weiches Wasser wünschen, sprechen Sie uns an. Ihr Wasseranalyseergebnis und den Tagesverbrauch erreichen uns telefonisch unter +90 216 606 25 38 oder per E-Mail an [email protected].
