Industriewasseraufbereitung
Industriewasseraufbereitung gewinnt so viel wie möglich vom Wasser zurück, das Fertigungsbetriebe während der Produktion einsetzen.
Das Feld teilt sich in mehrere Ingenieurdisziplinen. Physikalische, chemische und biologische Aufbereitung sowie Ölabscheidung bilden jeweils ein eigenes Fachgebiet.

Wasserrückgewinnung
Wasser aus dem Produktionszyklus kehrt zur Wiederverwendung zurück.
Filtration
Filterung und Aufbereitung richten sich nach dem Verwendungszweck.
Umkehrosmose
RO, Ultrafiltration, Nanofiltration und Membrananlagen kommen infrage.
Umweltsicherheit
Der Ressourcenverbrauch sinkt, ebenso die Belastung der Umwelt.
Schwerpunkte der Industriewasseraufbereitung
Die Systemwahl folgt dem Charakter des Abwassers.
Wasser mit Chemikalien und Schwermetallen wird hier behandelt.
Anlagen für Salzwasser können auf Membrantechnik laufen.
Ein Abwasserkreislauf optimiert den Ressourcenverbrauch.
Zweck der Industriewasseraufbereitung
Ein sauber ausgelegter Abwasserkreislauf zahlt sich doppelt aus. Er optimiert den Ressourcenverbrauch und senkt zugleich die Umweltbelastung.
Die Auswahl folgt zwei Größen: dem Charakter des Abwassers und dem geplanten Einsatz des zurückgewonnenen Wassers. Die Auslegung bleibt daher branchenspezifisch. In einer Kompaktanlage etwa lässt sich häusliches Abwasser so behandeln, dass der Ablauf die Gartenbewässerung speist.
Physikalische, chemische und Salzwasseraufbereitung
In physikalischen und chemischen Anlagen durchläuft das Abwasser mit Chemikalien und Schwermetallen aus der Produktion die Behandlung vor der Einleitung.
Salzwasseranlagen dienen Standorten ohne Zugang zu sauberem Wasser, etwa bei Nutzung von Meer- oder Brunnenwasser. Umkehrosmose, Ultrafiltration, Nanofiltration und Membrananlagen erzeugen dort Trinkwasser. Die Qualitätsziele folgen den Vorgaben der WHO.
Was ist Industriewasseraufbereitung?
Die Industrie nutzt Wasser zum Fertigen, Verarbeiten, Waschen, Verdünnen, Kühlen oder Transportieren eines Produkts. Aufbereitung heißt, dieses Wasser so zu filtern, dass es einem Zweck genügt oder erneut dienen kann.
Die Wahl der Filtration verschiebt sich mit dem Bedarf jeder Anlage. Solche Systeme decken daher ein breites Feld an Reinigungs- und Trennaufgaben ab, im Einklang mit den einschlägigen ISO-Normen.
Wasserqualität in Industrieanlagen
Betriebe greifen auf Wasser als Rohstoff, in Reinigungsstufen sowie beim Kühlen oder Heizen zurück. In Branchen, wo Wasser die Produktqualität hebt, kann Leitungswasser allein das Ergebnis verschlechtern.
Auch die Wasserqualität je Stufe treibt die Effizienz der Anlage. Steigende Schadstoffe oder Kalk aus zu hohem Mineralgehalt verursachen teure Schäden an der Ausrüstung.
Aus all diesen Gründen brauchen Betriebe mit hohem Wasserverbrauch industrielle Filtration. Genau dafür gibt es diese Technik: Kalk und schadstoffbildende Substanzen zu entfernen.
Was Industriewasseraufbereitung dem Betrieb bringt
Die richtige Anlage entfernt Mineralien und Schadstoffe aus dem Wasser. Produktqualität und Rohrnetzeffizienz verbessern sich dadurch beide.
Die Aufbereitung schützt zudem das Geschäft selbst. Sie stützt die Nachhaltigkeit und schirmt Sie gegen Risiken und steigende Betriebskosten ab.
Branchen mit hohem Wasserverbrauch
Industriebranchen machen 40 % des weltweiten Wasserverbrauchs aus. Einige davon ziehen große Mengen und brauchen gezielt aufbereitetes Wasser. Die Energieerzeugung führt diese Liste an. Ihr Wasserverbrauch übersteigt den jeder anderen Branche und reicht von der Produktion über die Reinigung bis zur Kühlung.
Die Textilbranche folgt auf Platz zwei. Gutes Wasser zählt über ihre Produktionsstufen hinweg schwer. Besonders beim Färben führt schlechtes Wasser zu Flecken und Farben, die nicht halten. Richtige Aufbereitung verhindert solche Probleme. Weitere Großverbraucher sind Lebensmittel und Tierhaltung, Erfrischungsgetränke und Fruchtsäfte, Papierfertigung, Eisen und Stahl, Chemie sowie Landwirtschaft.
Stufen im Aufbereitungsprozess
Absetzen
Das Absetzen richtet sich nach dem jeweiligen Wasser. Feststoffe und unlösliche Trübstoffe sinken zu Boden.
Enthärtung mit Kalk
Hartes Wasser trägt nach dem Absetzen noch diverse Verbindungen. Gelöschter Kalk entfernt sie dann.
Koagulation
Koagulanten gelangen ins Wasser. Feste Partikel ballen sich zusammen und verlassen den Strom.
Belüftung
Luft strömt ins Wasser. Saure Gase wie Kohlendioxid und Schwefelwasserstoff entweichen.
Chlorung und Geruchsentfernung
Wasser aus den früheren Stufen wird desinfiziert, was Bakterien und Mikroorganismen beseitigt.
Vorteile der Industriewasseraufbereitung
- Die Produktionseffizienz steigt, je nach vorgesehenem Einsatz.
- Ausrüstung am Standort hält ihre Leistung länger.
- Das Kostenprofil verbessert sich durch Umweltsicherheit und Wassereinsparung.
- Betriebskosten erreichen maximale Optimierung.
- Rückgewinnbares Abwasser steht für andere Zwecke erneut bereit.
Anlagentypen
SWRO-Meerwasseranlagen
Wasserenthärtungsanlagen
Sand- & Kohlefiltrationsanlagen
Vollentsalzungsanlagen
Industriewasseraufbereitung wird nach Ihrem konkreten Bedarf ausgewählt und ausgelegt.
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