Passive Filterwechseleinheit
Sekundäre Sicherheitsfiltrationslösung der HEPA-/ULPA-Klasse für kritische Prozesse
Passive Filterwechseleinheit, ist ein Sicherheitsfiltrationssystem der HEPA-/ULPA-Klasse, das in kritischen Entstaubungs- und Prozesslüftungsanwendungen nach dem Hauptabscheidesystem eingesetzt wird.
Sie ermöglicht einen sicheren Betrieb in API-, pharmazeutischen, chemischen, biotechnologischen und sensiblen Produktionsprozessen mit hohem Containment-Bedarf durch Filterintegrität, sicheren Filterwechsel, ATEX-Konformität, DOP-/DEHS-Testanschlüsse und eine Bag-In-/Bag-Out-Filterwechselkonstruktion.

HEPA-/ULPA-Filtration
Sie bietet sekundäre Sicherheitsfiltration mit hocheffizienten HEPA- und ULPA-Filterelementen für kritische Anwendungen.
OEB-1–5-Containment
Sie kann entsprechend der Containment-Stufe für hochaktive Stoffe und sensible Staubprozesse ausgelegt werden.
Bag-In / Bag-Out
Für berührungsarmen und sicheren Filterwechsel kann ein Bag-In-/Bag-Out-Filtersystem eingesetzt werden.
Was ist eine passive Filterwechseleinheit?
Eine passive Filterwechseleinheit ist ein nach einem Entstaubungssystem installiertes sekundäres Sicherheitsfiltrationssystem, das verbleibende Feinstpartikel in der Prozessluft mit HEPA- oder ULPA-Filtern zurückhält.
In kritischen Anwendungen kann sie als Sicherheitsfilter nach dem Hauptabscheider oder als eigenständiges mehrstufiges Passivfiltrationssystem eingesetzt werden. Die Sicherheit beim Filterwechsel ist besonders bei API-, pharmazeutischen, chemischen und Prozessen mit hohem Containment-Bedarf wichtig.
Wichtige technische Merkmale
Sie kann entsprechend dem Prozessbedarf im Bereich von 0–40.000 m³/h ausgelegt werden.
Sie kann für Prozessdruckbedingungen von -30 bis +30 kPa bewertet werden.
Hocheffiziente Filterelemente der HEPA- und ULPA-Klasse können eingesetzt werden.
Mit einem dissipativen Filtermedium kann eine den ATEX-Anforderungen entsprechende Konfiguration umgesetzt werden.
Für OEB-Stufen 1–5 können ein vollständig geschweißtes Gehäuse und ein geschlossenes Filterwechselsystem eingesetzt werden.
Der Filterzustand kann mit einem Differenzdruckanzeiger, Schalter oder Transmitter überwacht werden.
Technischer Aufbau einer passiven Filterwechseleinheit
HEPA-/ULPA-Filter
Sie arbeitet in kritischen Prozessen mit hocheffizienten Filterelementen als sekundärer Sicherheitsfilter.
Differenzdrucküberwachung
Der Beladungszustand des Filters kann mit Differenzdruckanzeiger, Schalter oder Transmitter überwacht werden.
DOP-/DEHS-Testanschlüsse
Über Testanschlüsse können DOP-/DEHS-Messprüfungen zur Filterintegritätsprüfung durchgeführt werden.
Geschlossener Filterwechsel
Mit dem Bag-In-/Bag-Out-System können Kontakt und Staubfreisetzung beim Filterwechsel reduziert werden.
Systemmerkmale
Sekundäre Sicherheitsfiltration
Sie kann nach der Hauptentstaubungseinheit als einstufiger Sicherheitsfilter eingesetzt werden. In kritischen Anwendungen ermöglicht sie eine zweite Kontrolle der Prozessluft.
Mehrstufige Passivfiltration
Für Prozesse mit Bedarf an unabhängiger Passivfiltration können HEPA- und ULPA-Filterelemente mehrstufig konfiguriert werden.
Hygienisches Edelstahlgehäuse
Das Edelstahlgehäuse kann mit fortschrittlichen hygienischen Oberflächenbehandlungen wie unterschiedlichen Finishes und Spiegelpolitur gefertigt werden.
WIP-Integration
Optionale WIP-Anschlüsse können Nassreinigung oder Vordekontamination vor Filterwechsel und Wartung unterstützen.
Containment und sicherer Filterwechsel
In Prozessen mit hochaktiven Stoffen müssen Bedienerexposition und Umgebungskontamination beim Filterwechsel kontrolliert werden. Eine passive Filterwechseleinheit kann mit vollständig geschweißtem Gehäuse und Bag-In-/Bag-Out-Filterwechsel entsprechend den Containment-Anforderungen ausgelegt werden.
ATEX- und Filtersicherheit
In kritischen Prozessen mit brennbarem Staub müssen HEPA-/ULPA-Sicherheitsfilter nicht nur hinsichtlich ihrer Filtrationseffizienz, sondern auch in Bezug auf elektrostatische Aufladung, den Einsatz dissipativer Medien, den MIE-Wert des Staubs, die Explosionsklasse und das Risiko von Hybridgemischen bewertet werden.
Ein Filtermedium, das eine den ATEX-Anforderungen entsprechende Ableitung elektrostatischer Ladung ermöglicht, kann eingesetzt werden.
MIE > 3 mJ und verschiedene Explosibilitätsklassen sollten prozessbezogen analysiert werden.
Prozesse mit Staub und Lösungsmitteldampf erfordern eine spezielle Risikobewertung.
Optionen für Filterprüfung und Überwachung
In kritischen Prozessen sind die Überprüfung der Filterintegrität und die Überwachung des Filterbeladungszustands für die Systemzuverlässigkeit wichtig. Daher können passive Filterwechseleinheiten mit Testanschlüssen und Differenzdrucküberwachung ausgestattet werden.
Einsatzbereiche
Wichtige Kriterien bei der Auswahl einer passiven Filterwechseleinheit
Filterklasse und Anzahl der Stufen
Die HEPA- oder ULPA-Filterklasse sollte entsprechend dem Bedarf an ein- oder mehrstufiger Passivfiltration festgelegt werden.
Containment-Anforderung
OEB-Stufe, Arbeitsplatzgrenzwert, Bag-In-/Bag-Out-Bedarf und WIP-Anforderung müssen bei der Auslegung berücksichtigt werden.
Druck- und Prüfanforderungen
Prozessdruck, Differenzdrucküberwachung, DOP-/DEHS-Testanschlüsse und Automatisierungsintegration sollten in der Projektphase festgelegt werden.
Einsatzvorteile
Informationen zu einer passiven Filterwechseleinheit erhalten
Die Auswahl einer passiven Filterwechseleinheit sollte projektbezogen anhand von Luftvolumenstrom, Prozessdruck, HEPA-/ULPA-Filterklasse, OEB-Containment-Stufe, ATEX-Anforderungen, Bag-In-/Bag-Out-Bedarf, WIP-Anschluss, DOP-/DEHS-Testanschlüssen und hygienischen Oberflächenanforderungen erfolgen.
Fordern Sie eine technische Bewertung für HEPA-/ULPA-Passivfiltration, sicheren Filterwechsel und Containment-Lösungen an.
