Säuredampf-Wäscheranlagen
Trockene chemische Filtersysteme zur Abscheidung von Säuredämpfen, korrosiven Gasen und VOCs
Säuredampf-Wäscheranlagen sind Gasreinigungssysteme zur Neutralisation oder Adsorption saurer Gase, korrosiver chemischer Dämpfe, Lösemittel und bestimmter flüchtiger organischer Verbindungen in industrieller Abluft mithilfe trockener chemischer Medien.
In einem Trockenwäscher wird keine flüssige Waschlösung verwendet. Die belastete Luft strömt durch ein auf den Zielschadstoff abgestimmtes chemisch reaktives oder adsorbierendes Medium. Die Schadgase reagieren mit dem Medium, werden in stabilere Verbindungen überführt und mit geeigneter Partikelfiltration aus dem System entfernt.

50–30.000 CFM
Sonderauslegung für industrielle Abluftanwendungen mit niedrigem und hohem Volumenstrom.
Bis zu 99,9 % Wirkungsgrad
Je nach Schadstoffart, Medienauswahl und Kontaktzeit kann eine hohe Abscheideleistung angestrebt werden.
Kein Nassschlamm
Da keine Flüssigkeit verwendet wird, entstehen kein Nassschlamm, kein Blowdown und kein Prozessabwasser.
Was ist eine Säuredampf-Wäscheranlage?
Eine Säuredampf-Wäscheranlage ist ein Emissionskontrollsystem, das Säuregase und korrosive chemische Verbindungen in industriellen Abluftströmen mit trockenem chemischem Medium neutralisiert. Diese auch als Trockenwäscher bezeichneten Systeme eignen sich besonders für niedrig konzentrierte, jedoch stark korrosive Gasströme.
Das reaktive Medium reagiert chemisch mit dem Zielgas oder adsorbiert die Schadstoffmoleküle. Entstehende feste Reaktionsprodukte werden im Medienbett zurückgehalten oder in der Endfilterstufe abgeschieden. Die Gasreinigung erfolgt dadurch ohne Flüssigkeitsumwälzung, Pumpe, Düsen und Abwasserableitung.
Wie funktionieren Säuredampf-Wäscheranlagen?
Eintritt des belasteten GasesAbluft mit Säuredampf, VOCs oder korrosiven Gasen wird mithilfe eines Ventilators in das System geführt.
Kontakt mit reaktivem MediumDer Gasstrom wird durch ein trockenes chemisches oder adsorbierendes Medium für die Zielverbindung geführt.
Neutralisation / AdsorptionSchadstoffe werden chemisch neutralisiert oder auf der Medienoberfläche adsorbiert.
PartikelabscheidungDurch die Reaktion gebildete Feststoffe werden im Medienbett oder in der Gewebefilterstufe zurückgehalten.
Trockene und nasse Säuredampf-Wäschersysteme
| Kriterium | Trockensystem | Nasssystem |
|---|---|---|
| Reinigungsmedium | Trockenes chemisch reaktives oder adsorbierendes Medium | Wasser oder chemische Waschlösung |
| Abfallform | Verbrauchtes festes Medium und Reaktionsprodukt | Verunreinigte Flüssigkeit, Blowdown und Nassschlamm |
| Hilfsausrüstung | Medienbehälter, Dosierung und Partikelfilter | Pumpe, Düse, Tank, Dosierung und Entwässerung |
| Aufstellfläche | In der Regel kompakter | Kann wegen Tank und Flüssigkeitstechnik mehr Platz benötigen |
| Anwendungsbereich | Niedrig konzentrierte und korrosive Gasströme | Gut lösliche Gase und dauerhaft hohe Schadstoffbelastungen |
Wichtige technische Eigenschaften
Behandelbare Schadstoffe
Systemkomponenten und Optionen
Vorteile von Säuredampf-Wäscheranlagen
Betrieb und Abfallmanagement
Die Entsorgung verbrauchter Wäscher-Medien kann höhere Stückkosten verursachen als Flüssigkeitssysteme. Aufgrund der aufgenommenen Reaktionschemikalien und Prozessschadstoffe ist das gebrauchte Medium möglicherweise nicht recyclingfähig.
Der Medienwechsel muss nach Eingangskonzentration, Luftvolumenstrom, Betriebszeit, Temperatur, Feuchte und Zielaustrittswert berechnet werden. Gebrauchtes Medium kann je nach enthaltenem Schadstoff als gefährlicher Abfall eingestuft werden.
Anwendungshinweis
Bei der Auswahl einer Säuredampf-Wäscheranlage sollten Luftvolumenstrom, Schadstoffart, Eingangskonzentration, Gastemperatur, Feuchte, Korrosivität, Zielwirkungsgrad, Medienkapazität, Kontaktzeit, Druckverlust, Bedarf an Partikelfiltern sowie Menge und Entsorgungsbedingungen des verbrauchten Mediums gemeinsam bewertet werden.
Technische Unterstützung für die Auswahl einer Säuredampf-Wäscheranlage
Trockene Gasreinigungssysteme sollten nach Schadstoffchemie, Prozessvolumenstrom, Medienkapazität und Ziel-Emissionswert projektspezifisch ausgelegt werden.
Sie können eine projektspezifische technische Bewertung zur Reinigung von Salzsäure, Chlor, Schwefeldioxid, Schwefelwasserstoff, Ammoniak, VOCs und korrosiven Prozessgasen anfordern.
